Es war einmal … 1899.

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In den letzten Tagen des 19. Jahrhunderts ...

… wurde unser Verein mitten im deutschen Kaiserreich ins Leben gerufen. In einer Zeit, die man nur aus den Geschichtsbüchern kennt, schlägt die Geburtsstunde des Turnvereins Germania Dassensen e.V..

Die ganze Geschichte erfahrt ihr hier:

1899 – Die Gründung

Die Überlieferung sagt, dass am 1. März 1899 im Gasthaus Müller eine Versammlung von 34 sportbegeisterten Männern zusammentrat, um die Gründung eines Dassenser Turnvereins zu vollziehen. Es war die Geburtsstunde unseres heutigen Turn- und Sportvereins „Germania” Dassensen e.V.

Hierzu war in der Einbecker Zeitung vom 25. Februar 1899 folgendes zu lesen:
Dassensen: In diesen Tagen hat sich in unserem Orte ein Turnverein gebildet, dem bereits 33 Mitglieder angehören. Wir constatieren diese Tatsache gern und wünschen dem Verein, dessen Bestrebungen darauf gerichtet sind, körperliche Ausbildung und die Gesundheit seiner Mitglieder zu fördern, ferneres Gedeihen“.

1899 – Der erste Vereinsvorstand

Die Gründungsversammlung wählte mit 13 Stimmen Mehrheit den Turnbruder Wilhelm Schinkel zum 1. Vorsitzenden, der auch Präses genannt wurde. Als Schriftwart wurde mit 18 Stimmen Mehrheit Turnbruder August Bindewald und als Kassenwart Karl Schrader mit 10 Stimmen Mehrheit gewählt. Als Gast nahm an dieser Versammlung ein Turnbruder aus dem Eichsfeld namens Caspar Bierschenk teil, der in den Wintermonaten als Wollkämmer von Dorf zu Dorf zog.

Beitragsordnung:

Die Versammlung beschloss, ein Eintrittsgeld von 1 Mark und einen Monatsbeitrag von 25 Pfennig für passive Mitglieder, von 20 Pfennig für aktive Mitglieder und von 15 Pfennig für Turnschüler zu erheben. Auf der Gründungsversammlung wurden 31 Mark Eintrittsgeld und 6 Mark und 35 Pfennig Monatsbeiträge kassiert.

Versammlungsordung:

Man beschloss, an jedem 2. Sonntag im Monat eine Versammlung durchzuführen, die im Sommer um 8 Uhr und im Winter um 7 Uhr beginnen sollte. Wer unentschuldigt der Versammlung fernblieb, sollte mit 20 Pfennigen „in Strafe fallen”. Verspätetes Erscheinen wurde mit 10 Pfennigen Strafe geahndet. Wer verhindert war, an der Versammlung teilzunehmen, hatte den Vorstand schriftlich um „Dispensation zu bitten”.

Erste Ämter und Anschaffungen:

Die Leitung der Turnstunden wurde Carl Nüsse als Nichtmitglied übertragen. Die nachfolgende Monatsversammlung beschloss dann die Aufnahme Carl Nüsses in den Verein, aber auch die Beitragsfreiheit „für seine Mühewaltung als Turnwart”. Die Gründungsversammlung beschloss auch über die Anschaffung von Geräten, von Büchern und den Druck der Vereinsstatuten. Bereits auf der Monatsversammlung vom 9. April 1899 stellte der Turnbruder August Böker den Antrag auf Anschaffung von Vereinsmützen. Der Antrag wurde mit Stimmenmehrheit angenommen. Turnwart Carl Nüsse forderte die Anschaffung eines „Sprunggestells”. Auf der Versammlung am 24. Mai 1899 entschuldigt sich Mitglied Albert Schrader „bis auf weiteres zum Turnen nicht mit Zwang erscheinen zu müssen, sondern freiwillig, wenn es seine Zeit erlaubt”.

1899|1900 – Der Verein wird lebendig

Die letzte Monatsversammlung im Jahre 1899 beschloss, am 11. Februar 1900 einen Ball zu feiern. Die Vorbereitungen wurden einem Komitee übertragen, dem die Turnbrüder Wilhelm Kahle, August Kreykenbaum, August Sander und Wilhelm Paulmann angehörten. Zu den Aufgaben dieses Komitees zählte es, die „Bekränzung des Müllerschen Saales zu besorgen”. Das Tanzen mit Kopfbedeckung sowie das Tanzen mit Zigarre wurde mit 25 Pfennigen Strafe geahndet. Die Teilnahme am Abendessen war für alle Mitglieder Pflicht. Das Komitee wurde beauftragt, die Meiersche Kapelle aus Einbeck zum Preis von 36 Mark zu bestellen. Jedes Komitee-Mitglied erhielt vom Verein eine Rosette, die es dem Verein ersetzen musste, wenn diese verloren ging oder beschmutzt wurde. Die Einladung der Damen musste schriftlich erfolgen und war dem Komitee anzuzeigen.

Die Versammlung am 18. Februar 1900 beschloss, dass vom Verein ein Theaterabend durchgeführt werden sollte. Folgende Personen sollten „zur Aufführung zugelassen werden“: Wilhelm Kaller, Wilhelm Dehne, August Knoke, Heinrich Nüsse, Wilhelm Harigfeld, Heinrich Reineke, August Bindewald und August Kreikenbaum.

Auf der Versammlung am 10. März 1900 erfolgte die Kassenabrechnung für das 1. Vereinsjahr. Den Einnahmen von 130 Mark und 5 Pfennigen standen Ausgaben von 98 Mark und 65 Pfennigen gegenüber, darunter 3 Mark Miete an Gastwirt Müller, „wofür gleich Getränke geliefert worden sind”.

1905 – Die Fahnenweihe

Die Anschaffung einer Vereinsfahne sowie das traditionelle Fest der „Fahnenweihe“ (geplant für Pfingsten 1905) wurde in einer Reihe von Extraversammlungen vorbereitet. In den damaligen Protokollen sind interessante Details zu lesen, die wir hier nicht vorenthalten wollen:

  • In der Versammlung vom 17. Dezember 1904 wurde ein Kontrakt mit der Fabrikantin Lehmart geschlossen und eine Commission gewählt, die die Herstellung der Fahne gemäß den Kontraktbestimmungen nach Material und Arbeit zu überprüfen hatte.
  • Schwierigkeiten gab es offensichtlich auch in der Ausgestaltung der Fahne. Das Landratsamt Einbeck hatte empfohlen, das Bundeswappen in die Fahne aufzunehmen. Diese Empfehlung wurde von den Mitgliedern aber abgelehnt. Dafür sollten die 4F als Turnersymbol in die Fahne eingearbeitet werden. Auf Vorschlag des Landratsamtes wurde dann folgender Spruch in die Fahne eingearbeitet: „Gut Heil sei unser Panier – Treue Freundschaft unsere schönste Zier”.
  • In der Versammlung vom 28. März 1905 teilte der Vorstand der Versammlung mit, dass bezüglich des Festes Schwierigkeiten gemacht würden. Deshalb empfahl der Vorstand, die Zelte abzubestellen und die Fahnenweihe im Saale zu begehen. Neben den örtlichen Vereinen – Gesangverein und Kriegerverein – sollten auch der Turnclub Eintracht Einbeck und der Männerturnverein Hilwartshausen eingeladen werden. Der Vereinswirt August Müller wollte aber noch einmal mit dem Landratsamt verhandeln, ob er das Fest übernehmen könne oder nicht. Die Verhandlungen waren erfolgreich.
  • Zum Fahnenträger wurde einstimmig August Dehne gewählt. Neben Tanzbändern und Eintrittskarten wurden für alle Teilnehmer grüne Karten mit dem Eindruck „Stiftungsfest und Fahnenweihe des Turnvereins Germania Dassensen am 12. und 13. Juni 1905” gedruckt. Eingeladen werden sollte auch noch der Turnverein Salzderhelden. Ein Festprogramm sollte in der Einbecker Zeitung veröffentlicht werden. In der Extraversammlung am 3. Juni 1905 wurde beschlossen, wenn möglich doch noch ein Zelt zu bestellen. Mitglied Böker wurde beauftragt, die Zelte beim Landratsamt anzumelden.
  • Die Einnahmen der Fahnenweihe 1905 betrugen 294,40 Mark. Dem standen Gesamtausgaben von 316,40 Mark gegenüber, darunter „für 10,5 Arbeitstage ausgezahlt 21 Mark” (man bedenke: Tageslohn = 2 Mark). Der Verlust wurde auf Vorschlag des Vorstandes durch 1 Mark Sonderbeitrag je Mitglied gedeckt. Mitglieder laut Hebungsverzeichnis: 35 Männer.

„Wir […] wünschen dem Verein, dessen Bestrebungen darauf gerichtet sind, körperliche Ausbildung und die Gesundheit seiner Mitglieder zu fördern, ferneres Gedeihen.“

aus: Einbecker Zeitung 1899

Schon gewusst?

„Germania“ ist eines der ältesten und häufigsten Namensrelikte für deutsche Vereine. Vor allem im 19. Jahrhundert drückte man so die lokale Verbundenheit durch lateinisch übersetzte Vereinsnamen aus.

1914 – 1938: Kriegszeiten.

Unruhige Zeiten

Zwischen den Kriegen herrschte ein Auf und Ab zwischen Neubeginn, Wiederaufbau und Hoffnung auf der einen Seite und Abschied, Schrecken und Trauer auf der anderen. Doch der TSV erholt sich.

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1914 – Kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges

… feiert der noch junge Turnverein im Juni 1914 sein 15-jähriges Stiftungsfest. Dieses Großereignis wird vermutlich auf dem gerade neu erbauten „Müller’schen Saale“ gefeiert. Laut Hebungsverzeichnis hat der Verein jetzt 46 Mitglieder. Das Hebungsverzeichnis 1915 weist schließlich die ersten Lücken auf, die der 1. Weltkrieg in die Dokumentation reißt. Trotzdem wird noch im März 1915 von neun Neuaufnahmen berichtet. Ein Zeichen dafür, dass das Vereinsleben zu diesem Zeitpunkt noch intakt ist. Für die Jahre 1916–18 sind im Hebungsverzeichnis allerdings keinerlei Eintragungen  verzeichnet worden: der 1. Weltkrieg fordert seinen Tribut!

1919 und die Nachkriegsjahre

Im November 1918 endet der 1. Weltkrieg. Das Hebungsverzeichnis des Jahres 1919 weist 51 jetzt Mitglieder auf, die unter der Leitung von Wilhelm Schinkel den Neubeginn wagen – darunter neun Neuaufnahmen. Der Verein hat die Wirren des Krieges verwunden und geht mit Schwung in die „Goldenen 20er Jahre”.

Der Turnerspielmannszug unter der Leitung von Georg Nüsse sen. erlebt eine erste Blütezeit.

Die Inflation der Mark im Krisenjahr 1923 lässt auch die Vereinskasse nicht unberührt. So wurde für die Genehmigung einer Tanzlustbarkeit auf dem Müllerschen Saale am 28. August 1923 noch 295 Mark beim Zollamt in Einbeck gezahlt. Am 3. Oktober 1923 kosteten 200 Tanzkontroller bei der Firma Lücke in Einbeck bereits 24.000.000 Mark.

1920er Jahre

1921 ergreift die runde, braune Lederkugel, der Fußball, die Faszination der ersten Dassenser Kicker. Ein Fußballverein „Grubenhagen” entsteht laut Gründungsprotokoll unter der Leitung eines Sportkameraden Ernst Hoebel (Lehrer) als 1. Vorsitzenden. Von diesem Verein ist nur noch die Satzung bekannt.

Im Jahre 1924 feiert der Turnverein sein 25-jähriges Stiftungsfest. Laut Hebungsverzeichnis zählt er am Ende des Jubiläumsjahres 65 Mitglieder. Obwohl die Festeinnahmen von 1496 Mark eine erhebliche Steigerung gegenüber den Einnahmen im Jahre 1905 bedeuten, reichen sie nicht aus, um die Kosten zu decken. Es müssen 180 Mark Extrabeiträge kassiert werden. Im Jubiläumsjahr übergibt der lang gediente Vorsitzende der ersten Stunde, Wilhelm Schinkel, den Vereinsvorsitz an den Turnbruder August Dehne.

1928 wird die Prägung im Stempelabdruck des Vereins von „Gut Heil“ in „Frei Heil“ geändert. Ein Hinweis auf Sinn und Zweck dieser Änderung ist aus den Unterlagen nicht zu erkennen.

 

1930er Jahre – Der 2. Weltkrieg steht bevor

Am 12. Oktober 1930 wird eine Fußballabteilung „Grün/Gelb“ im Turnverein gegründet, der 29 Mitglieder angehören. Diese Abteilung macht sich am 5. September 1931 selbständig unter dem Namen „Fußballverein Vorwärts 1931”. Der Verein unter dem Vorsitz von Karl Schinkel bleibt aber Mitglied im „Arbeiter-Turn- und Sportbund Leipzig”. Dem jungen Fußballverein war aber nur ein kurzes Dasein beschieden. Bereits am 12. Mai 1934 beschließt dieser Verein in einer außerordentlichen Versammlung seine Auflösung, „da fast alle Mitglieder in der SA sind”. Fußbälle, eine Fußballpumpe und Nadel sollen dem örtlichen SA-Trupp geschenkt werden.

Am 29.03.1933 muss der Turnverein „Germania” beim „Arbeiter-Turn- und Sportbund Leipzig” abgemeldet werden. Der Verein darf aber weiter bestehen bleiben. Er zählt immerhin noch 62 Mitglieder. 1936 werden noch Beiträge von 42 Mitgliedern kassiert. Auch 1937 werden noch einmal Beiträge „gesammelt”. Die Jahresrechnung weist noch einmal unter anderem „für 1 Liter Rosa 2,80 Reichsmark und für 48 Liter Bier 28,80 Reichsmark” aus. Es verbleibt ein Kassenbestand von 1,15 Reichsmark. Damit enden die Eintragungen im Mitgliederbuch, die Gleichschaltung ist vollzogen.

Ist aus dem Dröhnen der Trommeln schon das entfernte Grollen des heraufziehenden Kriegsgewitters zu hören? Der 2. Weltkrieg mit all seinen Schrecken hat auch in den Reihen des Turnvereins einen hohen Blutzoll gefordert und große Lücken gerissen, deren Narben heute noch sichtbar sind.

Nachkriegsgeschichte ab 1945.

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1946 – Wiedergründung

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ordnete der Alliierte Kontrollrat zunächst die Auflösung aller Sportverbände und -vereine an, um die zuvor politisch orientierten Strukturen der Nazis zu beenden. Zugleich wurde jedoch die “Errichtung nicht militärischer Sportorganisationen lokalen Charakters” zugelassen, womit der Neugründung von Sportvereinen nichts mehr im Wege stand. Schon bald nach der Kapitulation gab es überall in Deutschland erste Bemühungen, Sport und das Vereinsleben wieder zu beleben.

So auch in Dassensen. Bereits 1946 regt sich auch in den Reihen des Turnvereins der Wunsch nach Wiederbelebung des turnerischen Lebens. Bald nachdem die Siegermächte des 2. Weltkrieges „Grünes Licht für Vereinsgründungen” gegeben hatten, kommt es auch zur Wiedergründung des Turnvereins „Germania”.

Als 1. Vorsitzender der Nachkriegszeit wird August Specht gewählt. Der neue Anfang ist recht viel versprechend. Die Kriegswirren hatten viele Menschen nach Dassensen und Rotenkirchen verschlagen, die hier zum Teil eine neue Heimat gefunden haben. Auch aus diesen Reihen hat der Verein neue Impulse erhalten. Das Mitgliedsverzeichnis aus dem Jahre 1947 verzeichnet 137 männliche und – erstmals in der Vereinsgeschichte – 47 weibliche Mitglieder. Auch in Dassensen war Damenhandball „in”, gespielt wurde auf der Niehoff’schen Wiese am Pfingstanger. Doch das Feuer der Begeisterung für den Damenhandball erlosch recht schnell: bereits 1950 verzeichnet das Mitgliederverzeichnis keine weiblichen Mitglieder mehr). Auch der Herrenfußball hatte durch die Neuzugänge der Zuwanderer neue Impulse bekommen, wenn auch mit primitivstem Schuhwerk gespielt werden musste. Das Geräteturnen erlebt auf dem Saal der Gastwirtschaft Müller einen Neuanfang.

Einen festen Sportplatz gab es noch nicht. Fußball und Handball wurden auf der Wiese von E. Niehoff im Pfingstanger gespielt. Die britischen Besatzer strebten eine Enteignung Niehoffs zugunsten eines eigenen Sportplatzes für den TSV an, aber August Specht lehnte dies klar ab. Später konnte der Verein die Fläche pachten.

Inzwischen hatte auch der Vereinsvorsitz mehrfach gewechselt. 1949 übernahm Karl Schrader für ein Jahr die Vereinsführung. Er wurde 1950 durch Karl Nüsse abgelöst, ehe 1951 Ernst Nüsse zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Der Verein zählte 96 Mitglieder. Wie überall normalisiert sich auch hier das Vereinsleben.

1950er Jahre

1955 konnte der Verein – wenn auch verspätet – das 55-jährige Vereinsjubiläum feiern und hierzu 18 Gastvereine begrüßen.

Der Spielmannszug unter der Leitung von August Almstadt hatte sich auch nach alter Tradition wieder zusammengefunden und wirkte auch auf dem Jubiläumsfest mit. Als Übungsleiter konnte Erich Patzwall lange Jahre dem Spielmannszug die notwendigen Impulse geben. Als Nachfolger von August Almstadt als Tambourmajor trat Ernst Geese 1956 nach dem Fest dieses Amt an. Weil aber die Bereitschaft, Noten und die damit verbundenen Handgriffe auf den Instrumenten zu erlernen, nicht vorhanden war, bestand der Spielmannszug nur noch bis ins Jahr 1965 hinein, ehe der Spielbetrieb eingestellt wurde.

Im Fußball der 50er Jahre ging es zunächst munter rauf und runter, ehe sich Ende der 50er Jahre die 1. Mannschaft ihren Stammplatz in der 1. Kreisklasse erkämpft hatte und seit dieser Zeit oft der höchsten Spielklasse auf Kreisebene angehört hat. 1957 wurden erstmals Kontakte zu einem Berliner Fußballverein geknüpft. Der Besuch der Sportfreunde von Phönix Berlin zu Pfingsten 1957 wurde 1958 zu Ostern in Berlin erwidert. Für die meisten Dassenser Fußballfreunde bedeutete dieser Berlin-Besuch ein erstes Kennenlernen der Bundeshauptstadt, die damals noch die ehemalige Reichshauptstadt war.

Auch das Geräteturnen erlebte in den 50er Jahren eine neue Blütezeit. Die damalige Riege wurde im wesendlichen durch die Gebrüder Glende getragen. Die Riege zerfiel durch den Wegzug verschiedener Turnbrüder, und es sollte bis zum Bau der Turnhalle dauern, ehe das Geräteturnen unter der Leitung von Helmut Glende wieder aufgenommen wurde.

Ende der 50er Jahre trat auch der Tischtennissport in das Vereinsleben ein. Die Wiege der heutigen Tischtennisabteilung stand zweifelsfrei in Rotenkirchen, wo in der Bode’schen Kegelbahn erstmals Punktspiele bestritten wurden. Als man Mitte der 60er Jahre eine 2. Herrenmannschaft ins Leben rief, musste von der Kegelbahn auf den Bode’schen Saal ausgewichen werden. Schnell wurde erkannt, dass zu einer Seniorenmannschaft ein Unterbau erforderlich ist, und man begann, 1962 Jugendliche in den Spielbetrieb zu integrieren.

1960er Jahre

1959 übergab nach einem Jahrzehnt mühevoller Vorstandsarbeit Ernst Nüsse den Vereinsvorsitz an August Kahle, der dieses Amt bis 1965 leitete. Er wurde von Manfred Fiebig abgelöst. Die 60er Jahre sollten in mancherlei Hinsicht entscheidende Jahre für den Verein werden. So konnte dieser 1966 eine neue Fahne einweihen.

Ein Sportplatz für den TSV

Auch die Sportplatzfrage wurde vom Verein neu zur Diskussion gestellt. Dank der Bereitschaft des Dassenser Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Albert Rümenapp konnten Verhandlungen mit dem Domänenrentamt über Ersatzlandbeschaffung erfolgreich geführt werden. Der Erwerb unseres heutigen Sportgeländes an der Einbecker Straße durch die Gemeinde Dassensen vom Bauern August Sander stellte einen Meilenstein in der Geschichte des Turn- und Sportvereins dar. Durch die Bereitstellung gemeindeeigenen Geländes wurden endlich die ungewissen Pachtverhältnisse beendet. Die Planierungsarbeiten für den neuen Sportplatz wurden ein echtes Beispiel dörflicher Gemeinschaftsarbeit, an der sich alle Bevölkerungsgruppen hervorragend beteiligten. Dank dieses Einsatzes konnte der Sportplatz so kostengünstig erstellt werden, dass der Wunsch nach dem Bau einer Turnhalle nur eine Frage der Zeit war.

„Hier wird keiner enteignet!“

August Specht (1946–49) zum Plan der Briten, Land für einen Sportplatz durch Enteignung zu beschaffen.

1970 – 1999

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1970er Jahre

„e.V.“ = eingetragener Verein

Trotzdem bedurfte es vieler langwieriger Verhandlungen, ehe die Bemühungen des Vereins und des Gemeinderates vom Erfolg gekrönt waren und die überörtlichen Behörden den Turnhallenbau genehmigten. Bevor 1970 mit dem Bau der Halle begonnen werden konnte, war inzwischen 1969 die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister des Amtsgerichts Einbeck erfolgt.

Bau der Turnhalle

Auch beim Bau der Turnhalle wurden nochmals viele Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt. Dem Richtfest im Jahre 1970 folgte 1971 die Einweihung der Halle und Übergabe an die Dassenser Schule und den Turnverein. Der Turnhallenbau hat dem Vereinsleben viele neue Impulse gegeben.

So wechselte die Tischtennisabteilung von Rotenkirchen nach Dassensen. Nachdem bis zum Jahre 1971 diese Sportart eine männliche Domäne war, begannen nun auch die Damen mit dem Trainingsbetrieb. Mitte der 70er Jahre wurde eine weibliche TT-Jugend aufgebaut. Weiterhin gründete sich unter der Leitung von Doris Nagel die Sparte Damenturnen.

Anstieg der Mitgliederzahl

Bedingt durch den Hallenbau schnellte die Mitgliederzahl in die Höhe bis auf weit über 300. Die große Zahl der Mädchen und Jungen in allen Sparten des Vereins stellten den Verein vor große Probleme, doch ist es bis heute immer wieder gelungen, die notwendigen Übungsleiter und Mitarbeiter zu gewinnen.

Am 19. Januar 1975 kam es erneut zum Führungswechsel an der Vereinsspitze. Manfred Fiebig legt nach einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit für den Verein den Vorsitz nieder. Die Versammlung wählte Ernst Nüsse zum 1. Vorsitzenden und Manfred Fiebig zum Ehrenvorsitzenden.

1978 fährt die Turnerjugend des TSV zu einem Zeltlager nach Königslutter. Die Fußballabteilung unternimmt eine Fahrt nach Würzburg. Erste offene Tischtennis Vereinsmeisterschaften finden statt. Für die kleineren Turner werden Faschingsfeiern angeboten, und es gibt einen Jugendwandertag.

80 Jahre TSV Germania Dassensen

Das Ende der 70er Jahre stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen zum Jubiläumsfest. Das 80-jährige Vereinsjubiläum wurde im Juni 1979 in Form eines Zeltfestes begangen. Nicht zuletzt auf Grund der guten Vorbereitung durch den Festausschuss und der aktiven Mitgestaltung der Mitglieder und befreundeter Vereine konnte das Fest als voller Erfolg gewertet werden. Nach dem Fest wurden alle örtlichen Vereine zu einem gemütlichen Beisammensein ins Gasthaus Müller eingeladen, um den Dank des TSV entgegenzunehmen.

1980er Jahre

Sportlich ging es ständig weiter bergauf; die Spartenvielfalt nahm in den folgenden Jahren ständig zu. So erfreut sich die im März 1978 gegründete Mutter-Kind-Turngruppe seither starker Beliebtheit.

1984 gründete sich eine Sportabzeichengruppe. Die Anzahl der Sportabzeichenabsolventen stieg von vier im Jahre 1983 ständig an. 1985 absolvierten die ersten Frauen des Vereins das Sportabzeichen.

Aus der Sportabzeichengruppe kam der Impuls zur Gründung einer Leichtathletiksparte. Nachdem der Sportplatz mit Weitsprunggrube und Aschenbahn 1984 durch eine Kugelstoßanlage erweitert wurde und somit die nötigen Trainings-voraussetzungen geschaffen waren, blieben Erfolge nicht aus. So finden sich in den Kreis-, Bezirks- und Landeslisten Namen aus dem TSV. Besonders die Kinder und Jugendlichen sind auf vorderen Rängen zu finden. Als besonderes Ereignis dieser Sparte ist der Besuch der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Stuttgart mit 74 Teilnehmern zu erwähnen. Zwei Tage konnte man spannende Endkämpfe erleben.

Aus einer „Mach-mit-Gymnastik“ beim Gemeindefest 1987 entwickelte sich eine weitere Damengymnastikgruppe. In dieser Gruppe geht es auf Grund des etwas höheren Durchschnittsalters der Damen „etwas bedächtiger“ zu.

Auch baulich wurde das Sportplatzgelände wieder erweitert. So konnte seit 1985 eine Garage im neu errichteten Feuerwehrgerätehaus zur Unterbringung von Sportgeräten genutzt werden. Aus dieser Garage wurden auch Getränke an die Zuschauer verkauft. Schnell bekam die Garage deshalb den Namen „Klause“. (Anm.: Dies war nur der Vorläufer der späteren Klause als Anbau an der Turnhalle.)

Im Jahr 1989 konnte auf dem Sportplatz das 90-jährige Bestehen in Form eines Zeltfestes begangen werden. Eine riesige Tombola wurde organisiert. Die Verlosung fand unter den zahlreichen Besuchern eine sehr gute Resonanz. Der Überschuss wurde der „Aktion Sorgenkind” zur Verfügung gestellt. Dieses Fest fand einen guten Anklang unter der zahlreichen Besuchern.

1990er Jahre

uf der Jahreshauptversammlung 1990 übergab Ernst Nüsse nach 15-jähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender das Amt an Manfred Sudhoff. Im darauf folgenden Jahr wurde erstmals die magische Zahl von 500 Mitgliedern im TSV überschritten. Ein neuer PC stellt eine große Arbeitserleichterung bei Beitragseinziehung und Mitgliederverwaltung da. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung 1992 wurde eine Beitragserhöhung beschlossen.

Spartenvielfalt wächst weiter

Durch den Ehrenvorsitzenden Manfred Fiebig wurde 1993 eine Wandergruppe ins Leben gerufen. Die Gruppe erfreute sich schnell großer Beliebtheit, besonders bei den etwas älteren Vereinsmitgliedern.

Seit 1994 können auch die Damen dem runden Leder auf dem Sportplatz nachjagen – die TSV-Fußballfrauen werden gegründet. Im selben Jahr ist eine Aerobic-Sparte entstanden. Die bestehenden Angebote wie Tischtennis, Turnen, Leichtathletik, Volleyball sowie Jugend- und Herrenfußball bleiben selbstverständlich erhalten.

Ausbau Sportgelände

Auf dem Sportgelände wurden Ballfangzäune an der Ost- und Nordseite errichtet. Der zum Trainingsbetrieb dienende Vorplatz erhält 1991 eine zweimastige Flutlichtanlage, um die zwei Strahler, die an die Halle montiert sind, zu ergänzen. An das Spielfeld und den Vorplatz schließt sich ein noch ausbaufähiges Mehrzweckfeld an, das im Sommer zumeist zum Volleyballspielen genutzt wird. 1995 wurde der Anbau an die Turnhalle beschlossen. Nachdem der Spielplatz, der sich ursprünglich nördlich der Halle befand, an seinen heutigen Platz verlegt wurde, konnte die Halle in diese Richtung in den Jahren 1996 und 1997 erweitert werden. Obwohl das Sportplatzgelände und die Turnhalle Eigentum der Stadt Einbeck sind, wurden hunderte von Arbeitsstunden und ein großer Teil der Vereinsersparnisse in den Anbau investiert. In diesem Anbau ist eine Küche und ein Getränkelager untergebracht. So konnte die „Klause“ 1998 feierlich aus der Garage aus- und in den Anbau einziehen. „Zwischen den Jahren“ 1998/99 wurde der Anbau an der Südostecke der Turnhalle errichtet, um den Zuschauern bei schlechtem Wetter Unterstand zu bieten.

Veranstaltungen

Neben den sportlichen Aktivitäten in den einzelnen Sparten gibt es aber auch viele übergreifende Veranstaltungen.

Bunte Wiesen finden ihren festen Platz. Der Spaß am Spiel rückt dabei immer mehr in den Vordergrund. Doch wird auch immer großer Wert auf die sportliche Präsentation des Vereins gelegt. Groß und klein üben wochen-, sogar monatelang, um die zahlreichen Zuschauer von ihrem sportlichen Können zu überzeugen.

Für die Jüngeren bis zu einem Alter von 18 Jahren wird die Turnhalle einmal im Jahr zur Disco umfunktioniert. Da die Turnhalle zu dieser Veranstaltung nur ohne Schuhwerk betreten werden darf, heißt diese Veranstaltung logischerweise „Sockendisco”.

Alljährlich im Herbst veranstaltet der TSV einen Wandertag.

Den Jahresabschluss bildet die Kinderweihnachtsfeier im Vereinslokal. Am 2. Advent werden die Jüngsten vom Weihnachtsmann beschert.

Kulturell ist der Ball das größte Ereignis im Jahresablauf. Bei dem im März stattfindenden „Wintervergnügen“ wechselt sich die Freiwillige Feuerwehr Dassensen als Ausrichter jährlich mit dem TSV ab.

Administrative Änderungen

Auch administrativ ist die Zeit nicht stehen geblieben. So wurden die Quartalsversammlungen, die in den 70er Jahren neben der Jahreshauptversammlung noch durchgeführt wurden, 1980 aufgrund der geringen Beteiligung eingestellt. Ein Jahr nach dem Fest beschloss die Jahreshauptversammlung, die Vereinsbeiträge zu erhöhen. Infolge ständig steigender Mitgliederzahl wurde 1988 zur Entlastung des Vorstandes das Amt des Sozialwart eingeführt, der, oder besser die, die Mitglieder bei Jubiläen, Geburtstagen, Hochzeiten und Trauerfällen sowie bei Krankheit betreut und so insbesondere den 1. Vorsitzenden entlastet. Im Jahr 1987 wurde eine neue, zeitgemäße Vereinssatzung erarbeitet, auf der JHV 1988 vorgestellt und verabschiedet. Im gleichen Zuge wurde eine Ehrenordnung erstellt. Beides hat heute noch Gültigkeit.

Auf einer außerordentlichen Versammlung im Sommer 1998 wurde die Gemeinnützigkeit vorgestellt und beschlossen. Ende des Jahres erteilte das Finanzamt Bad Gandersheim dem TSV die Gemeinnützigkeit.

1999 – 100 JAHRE TSV

Der Turnverein „Germania“ feiert sein 100-jähriges Jubiläum

Am Montag den 1. März 1999, auf den Tag genau 100 Jahre nach der Gründungsversammlung, fand im Vereinslokal eine Feierstunde anlässlich der Vereinsgründung statt. Geladen waren die örtlichen Vereine sowie Vertreter aus Sport und Politik, die ihre Grußworte und Geschenke überbrachten. Weitere Schwerpunkte des gut besuchten Abends bildeten Ehrungen und ein umfassender Ausflug in die Vereinsgeschichte sowie die Darstellung der Sparten in Wort und Bild. Der Kreisrat Dr. Heuer verlieh dem TSV Dassensen an diesem Abend die Sportplakette des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

 

Eine Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit….

2000 – heute: Ein neues Jahrhundert.

unsichtbar

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2000

Die Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

2010

Die Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

2020

Die Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

Galerie TSV-Vorsitzende

Hier findet ihr eine Liste aller Mitglieder,  die dem Verein seit seiner Gründung 1899 als 1. Vorsitzende vorstanden. Die größte strukturelle Veränderung im Vereinsvorstand schreibt das Jahr 2016. Warum, erfahrt ihr hier (LINK EINFÜGEN).

TSV-Fußballchronik

Unsere „Gründer-Sparte“ ist natürlich das Turnen. Doch auch den Fußball gibt es im TSV mittlerweile seit rund hundert Jahren. Dies ist die Chronik der Fußballabteilung (Senioren). Man spricht gern von der „guten alten Zeit“.

Die Älteren erzählen, dass früher alles besser war. Doch beim Studieren der alten Protokollbücher stellt man fest, dass alles schon mal da gewesen ist. Schiedsrichtermangel, Spielernot, Querelen zwischen den Mannschaften oder mangelnde Leistungsbereitschaft, um nur einiges zu nennen. Lasst uns engagiert weitermachen, denn eine Zeit ist nur so gut, wie diejenigen, die sie prägen.

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1921 – Fußballverein Grubenhagen

1921 wurde erstmals der Fußball erwähnt. Ein Fußballverein „Grubenhagen” entsteht laut Gründungsprotokoll unter der Leitung des Sportkameraden Hoebel als 1. Vorsitzenden. Leider wurde über diesen Verein nicht weiter berichtet.

1931 – Fußballverein Vorwärts

Eine Rechnung über 19 Reichsmark für einen Fußball im Jahre 1930 leitet die Gründung einer Fußballabteilung im TSV ein. Am 12. Oktober 1930 wird diese Abteilung, die aus 29 Mitgliedern besteht, im Turnverein gegründet. Ein Jahr später, am 5. September 1931, macht sich die Abteilung unter dem Namen „Fußballverein Vorwärts 1931” selbständig. Der neue Verein startete mit einem Vermögen von 3,10 Reichsmarkdas aus der Kasse der ehemaligen Fußballabteilung stammte. Vorsitzender ist Karl Schinkel. Aber auch diesem Verein ist ein kurzes Leben beschieden. Am 12. Mai 1934 beschließt eine außerordentliche Versammlung die Auflösung. Damit war die noch junge Fußballära erstmals beendet.

1947 – Neustart

13 Jahre später findet die Lederkugel wieder ihren Weg nach Dassensen. Viele Menschen, die durch Kriegswirren nach Dassensen verschlagen wurden, gaben dem Sportverein neue Impulse. Auch wenn es an geeignetem Schuhwerk fehlte, wurde 1947 wieder gekickt.

In den 50er Jahren nahm man wieder am Punktspielbetrieb teil. Es ging in den ersten Jahren ständig auf und ab, ehe man sich Ende der 50er mit der 1. Mannschaft einen Stammplatz in der 1. Kreisklasse erkämpft hatte. Dies war immerhin die höchste Spielklasse auf Kreisebene. Erwähnt wird in einem Protokoll von 1954 auch ein Pokalturnier in Düderode. Die Mitglieder wurden bei der Monatsversammlung aufgefordert mitzufahren, da man diesem Verein gegenüber Verpflichtungen habe.

Schon gewusst?

Fußball ist die in Deutschland mit Abstand beliebteste Sportart. Sechseinhalb Millionen Menschen (alsdo über 8% der Bevölkerung) sind Mitglied in einem der über 27.000 Fußballvereine. Der Fußballsport kam 1873 von den britischen Inselns nach Deutschland.

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1950er Jahre

In einem Protokoll vom 28. April 1956 taucht erstmals das Problem der Trikots auf. Die 1. Mannschaft beantragt eine Kluft. Die alten Trikots soll die Jugend bekommen, Hosen müssen sich die Herren aber selbst kaufen. Am 5. August 1956 findet ein Freundschaftsspiel gegen den „Verein für Bewegungsspiele 1948 Walsrode“ statt. Die 1. Fußballmannschaft erhält auch eine Einladung zum Alfred-Stender-Gedächtnispokal in Moringen am 20. August 1956. Es muss auch gemeldet werden, wieviele Fußballer am gemeinsamen Mittagstisch teilnehmen möchten.

Im Jahre 1957 knüpft man erstmals Kontakte zum Fußballverein Phoenix Berlin. Pfingsten 1957 kommen die Sportfreunde nach Dassensen. Umfangreiche organisatorische Maßnahmen werden erforderlich, da die Gäste bei Dassenser Familien untergebracht werden. Die Gäste werden durch Vorstand und Spielmannszug am Ortsrand bei Walter Boeker empfangen.

Im Oktober des Jahres beschloss man, Ostern 1958 einen Gegenbesuch in Berlin abzustatten. Der Sportclub „Westend 01” Berlin wollte auch ein Freundschaftspiel in Dassensen durchführen; man beschloss aber, für das kommende Jahr keine Berliner Mannschaft einzuladen, sondern eine andere.

Im August 1958 beschließt man erstmals, eine 2. Mannschaft aufzustellen, da sehr viele junge Fußballbegeisterte vorhanden sind. Gleichzeitig soll die 1. Mannschaft neue Trikots erhalten.

Bei der Generalversammlung am 28. Februar 1959 wird beschlossen, neue Eckfahnen in Blau/Gelb zu beschaffen.

1960er Jahre

Leider muss am 29. Januar 1962, auch anlässlich einer Generalversammlung, an die Vernunft der Fußballspieler appelliert werden, da die Strafgelder für „Heraussetzungen” sehr hoch sind.

In der Serie 1963/64 spielt die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse. Für das 1. Heimspiel stiften sechs Vereinsmitglieder gemeinschaftlich einen Spielball für 66,- DM. Auch 1963 gab es schon dokumentierte Äußerungen, die von einem nicht immer herzlichen Verhältnis zwischen der 1. und 2. Mannschaft zeugen.

Bis 1965 gab es drei Fachwarte für den Fußballbereich. 1965 wird beschlossen, das Amt des Fußballfachwartes dem Vorstand anzugliedern. Das Verschwinden fehlender Spielbälle (es gibt zwei Spiel- und drei Trainingsbälle) ist ein Thema auf der Monatsversammlung: Es wird erst ein neuer Ball beschafft, wenn der verlorene wieder aufgetaucht ist.

Anlässlich der Fahnenweihe 1966 findet ein Freundschaftsspiel zwischen der 1. Mannschaft und dem MTV Markoldendorf statt. 1966 erhält die 2. Mannschaft den Fairnesspreis mit einem Scheck über 50,- DM, die 1. Mannschaft landet auf dem 2. Platz. Bis 1972 sind beide Dassenser Mannschaften immer auf den vorderen Plätzen des Fairness-Wettbewerbes zu finden.

1966 wird ein Sportplatzneubau beschlossen. Eigenleistung im Gegenwert von 10.000,- DM will der Verein einbringen.

1967 waren Turniersiege der 1. Mannschaft in Ellensen und Vogelbeck die sportlichen Höhepunkte. 1968 schlagen sogar drei Turniererfolge zu Buche. In Lauenberg, Ellensen und Lüthorst werden jeweils erste Plätze erreicht.

1969 beschließt der Vorstand, erstmals Trikots mit Rückennummern zu beschaffen. Ebenfalls 1969 gelingen der 1. Herrenmannschaft, 27 Punktspiele ohne Niederlage. Zum 3. Mal in Folge wird das Turnier in Ellensen gewonnen.

1970er Jahre

1970 soll eine Abstreukarre beschafft werden, die den Platz nach Bundesliganormen markiert.

In der Serie 1972/73 kommt es zu einem Leistungsknick. Die 1. Mannschaft wird verjüngt, was erst in der Serie 1974/75 Früchte trägt. Am 9. Juni 1974 findet erstmals in Dassensen ein Pokalturnier statt. Den ersten Pokal stiftet Karl Böker. Turniersieger wird die Mannschaft des TSV Hollenstedt.

In der Serie 1978/79 steigt die 1. Mannschaft aus der Kreisklasse ab. Es soll dann 11 Jahre dauern, ehe ein erneuter Aufstieg in die Kreisliga gelingt. Im Spieljahr 80/81 erhält die 1. Mannschaft zum ersten Mal Werbetrikots der Firma Gardinen Deppe.

1980er Jahre

In der Generalversammlung des Jahres 1984 beklagt Fußballfachwart Manfred Sudhoff die personellen Nöte in den Herrenmannschaften, die schlechten Tabellenplätze und ein mangelhaftes Trainingsinteresse.

Zur Serie 1988/89 entschließt sich der TSV erstmals, einen bezahlten Trainer zu engagieren. Hansi Loehnhardt leistet von Beginn an gute Arbeit. Dies spiegelt sich in einer sehr guten Trainingsbeteiligung wider. 1989 wird die 1. Mannschaft Kreispokalsieger. Die Serie 1989/90 läuft für die 1. Mannschaft sehr gut, doch Überheblichkeit verhindert einen direkten Aufstieg in die Kreisliga. Durch eine erfolgreiche Qualifikationsrunde schafft man doch noch den Aufstieg. Nachdem man das erste Jahr in der Kreisliga im oberen Mittelfeld beendet, muss man leider im zweiten Jahr in die Kreisklasse absteigen.

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1990er – Start des Frauenfußballs

In der Serie 1990/91 nehmen vier Herrenmannschaften am Punktspielbetrieb teil.

Trotz eines 2. Platzes in der Serie 1992/93 stimmt die „Chemie“ zwischen der „Ersten” und ihrem Trainer nicht mehr; er verlässt den Verein. Helmut Schmidt wird als neuer Trainer engagiert. In seinem ersten Jahr gelingt ihm die Meisterschaft und damit der erneute Aufstieg in die Kreisliga.

Leider kann für die Serie 1994/95 keine 3. Mannschaft gemeldet werden.

Ende 1994 beginnt sich erstmals eine Frauenmannschaft im TSV Dassensen zu bilden.

Aus einer Laune heraus entschließen sich 14 wackere Mädels zum Fußballspielen. In der Serie 1995/96 nimmt die Mannschaft erstmals am Punktspielbetrieb in der Aufbaustaffel II des Bezirks Braunschweig teil. Nach einigen Lehrjahren scheint man wenige Jahre später Fuß gefasst zu haben. Knappe Niederlagen und auch einige Siege in der Serie 1998/99 lassen die kontinuierliche Trainingsarbeit von Marco Düe und Ralf Ahrens erkennen.

Leider ist der neue Trainer der 1. Herrenmannschaft nicht so beständig. Bereits kurz nach Beginn der Serie 1995/96, am 13. Spieltag, legt er sein Amt nieder. Mit Klaus Schmidt-Bauer wird schnell ein neuer Trainer gefunden. Doch seine Amtszeit währt nur bis zum Ende der Saison 96/97. Seitdem betreut Horst Rattay als Trainer die 1. Mannschaft, die leider nur in der 1. Kreisklasse spielt.

Die Zweite soll hier auch nicht vergessen werden. Sie spielte in den späten 90er Jahren mit wechselndem Erfolg in der 2. Kreisklasse. Beständigkeit besteht hier nur beim Coach. Marjo Fiebig, ein Übungsleiter aus den eigenen Reihen, ist seit der Auflösung der 3. Mannschaft Trainer der Zweiten.

Leider konnte für die Serie 1998/99 keine Alt-Herren-Mannschaft mehr gemeldet werden.

2000er

Eine Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

2010er

Eine Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

2020er

Eine Fortschreibung der Chronik ist in Arbeit.

„Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Niederlage oder Unentschieden.“

Franz Beckenbauer

Ein Blick in die Statuten:

Das, was heute unsere Vereinssatzung regelt, wurde viele Jahrezehnte lang in den Vereinsstatuten festgelhalten. Werfen wir doch mal einen Blick hinein:

Vereinsstatuten von 1899:

(§ 1) Zweck des Vereins ist die körperliche Kräftigung der Teilnehmer durch gemeinschaftliche Übungen, wozu außer dem Freiturnen auch das Turnen an Geräten, Turnspiele sowie Marschübungen und Turnfahrten gerechnet werden. Insbesondere sollen die jüngeren Mitglieder auf die Ableistung der Militärpflicht vorbereitet werden.

(§ 3) Mitglieder zerfallen in Turner und Turnzöglinge. Aktiver Turner kann jeder unbescholtene Mann ohne Unterschied des Standes werden, welcher das 16. Lebensjahr überschritten hat. Als Turnzöglinge können junge Leute von 14 – 16 Jahren mit Genehmigung ihrer Eltern, Vormund oder Lehrherrn aufgenommen werden. Hat der Turnschüler das Turneralter erreicht, so wird über dessen Aufnahme als Turner unter festgesetzten Formen ballotiert (abgestimmt). Der Vorstand beschließt, ob der Turnschüler zum Ballotement zugelassen wird.

(§ 5) Die Mitglieder wählen auf dem alljährlich in der 1. Hälfte des Monats Januar stattfindenden Generalversammlung einen Vorstand, bestehend aus dem Präses, dem Schrift-, dem Turn-, dem Kassen- und dem Gerätewart, sowie je einem Turnwart-Ammann 1 und 2.

(§ 6) Die Anzeigen wegen Abhaltung von Versammlungen werden durch eine dazu gewählte Ordonnanz besorgt.

(§ 11) In den Versammlungen hat jedes Mitglied das Recht, seine Ansicht frei auszusprechen. Jeder, der sprechen will, hat vorher den Präses um das Wort zu bitten und keiner ist in seiner Rede zu unterbrechen.

(§ 13) In den Versammlungen dürfen nur Vereinssachen verhandelt werden, insbesondere ist das Kartenspielen streng verboten.

(§ 21) Der Vorstand ist ermächtigt, im Laufe eines Jahres Gelder im Betrage bis zu einer Höhe von 20 Mark zu verwenden. Ausgaben über 6 Mark bedürfen jedoch jedes mal der Genehmigung der Vereinsmitglieder.

(§ 24) Die Ausstoßung eines Mitgliedes kann nur durch Beschluss einem Hauptversammlung erfolgen. Zum Antrag auf Ausschluss berechtigt:

  • wiederholt erfolglos erteilter Verweis,
  • wiederholte Zänkereien und anerkannte Unverträglichkeit,
  • unordentlicher oder dem turnerischen Würde nicht angemessener Lebenswandel,
  • nachgewiesene, böswillige Lüge,
  • Widersetzlichkeit gegen die Anordnungen des Vorstandes.

(§ 33) Die Turn-Abzeichen bestehen aus einer Mütze und einem Vereinsabzeichen.

(§ 34) Jeder Turner ist verpflichtet, zur bestimmten Zeit auf dem Turnplatze zu erscheinen, wenn nicht dringende Abhaltung ihn entschuldigt.

(§ 35) Ist jemand aus triftigen Gründen behindert, nicht zum Turnen kommen zu können, muss derselbe beim Vorstand um Dispensation vom Turnen nachsuchen.

(§ 36) Während des Turnens darf auf dem Turnplatze nicht geraucht, gegessen oder getrunken werden und sind alle Witzeleien bei den Turnübungen zu vermeiden.

(§ 43) Dem Vorturner lässt niemand an den Übungen seiner Riege teilnehmen, der nicht in dieselbe eingeschrieben oder ihm zugewiesen ist.

Insbesondere sollen die jüngeren Mitglieder auf die Ableistung der Militärpflicht vorbereitet werden.

[…] insbesondere das Kartenspielen ist in den Versammlungen streng verboten.

Während des Turnens […] sind alle Witzeleien bei den Turnübungen zu vermeiden.

Ausgaben über 6 Mark bedürfen der Genehmigung der Vereinsmitglieder.

Das Nichttragen der Vereinsmütze zu Versammlungen wird mit 25 Pfennigen bestraft. (1899)

Das Tanzen mit Kopfbedeckung oder Zigarre wird mit 25 Pfennig bestraft. (1900)

Wer dem Turnwart oder dessen Stellvertreter den Gehorsam verweigert, wird mit 10 Pfennigen bestraft. (1904)

Mitglied Georg Nüsse beantragt, bei Vereinsversammlungen und Fußballspielen keine politischen Abzeichen zu tragen. (1933)

Es wird beschlossen, vorläufig nicht Fußball zu spielen, da fast alle Mitglieder in der SA sind und dadurch sportlich sehr in Anspruch genommen werden. (1933)

Unter Punkt Verschiedenes ergriff Kassierer August Nagel das Wort und beantragte, dass jeder Junggeselle und jung Verheiratete eine Übung am Barren machen soll, ganz gleich wie. Wer nicht mitmacht muss 2,- DM in die Kasse zahlen. (1955)

Aus alten Protokollen – Statuten, Beschlüsse & mehr:

1. März 1899: Unentschuldigtes Fehlen bei Versammlungen  20 Pfennig Strafe. Monatsbeitrag ebenfalls 20 Pfennig. Zuspätkommen zu Versammlungen, 10 Pfennig Strafe ebenso beim Turnen  (ein Bier kostete 10 Pf.)

9. April 1899: August Böker stellt den Antrag auf Anschaffung einer Vereinsmütze. E. Nüsse stellt den Antrag auf Anschaffung eines Sprunggestells. Beiden Anträgen wurde stattgegeben.

Neue Mitglieder wurden nur mit Stimmenmehrheit der Vereinsmitglieder aufgenommen.

Das Nichttragen der Vereinsmütze zu Versammlungen wird mit 25 Pfennigen bestraft.

9. Juli 1899: Vom Vorstand wurde der Antrag gestellt, Statutenbücher drucken zu lassen. Die Kosten übernimmt der Verein.

10. Dezember 1899: Turnen ist mittwochs und sonnabends. Entschuldigungen werden nicht angenommen.

Am 11. Februar 1900 soll ein Ball gefeiert werden. Es wurde ein Komitee gewählt. Jedes Mitglied hat dem Komitee Folge zu leisten. Das Tanzen mit Kopfbedeckung oder Zigarre wird mit 25 Pfennig bestraft.

Wer Ruhe und Ordnung stört, wird mit 50 Pfennig bestraft.

24. Juni 1900: Teilnehmer am Fest und jedes Vereinsmitglied hat präzise 3.41 Uhr beim Schriftwart zu erscheinen. Das Fehlen ohne Entschuldigung wird mit  50 Pfennig bestraft.

Bei einem Ausflug nach Rotenkirchen sollte sich jedes Mitglied beteiligen. Das Fehlen ohne genügende Entschuldigung wird mit 50 Pfennig bestraft.

8. Juli 1900: Bei der Versammlung am 24.06. ist es zwischen Aug. Nordmeier und Wilh. Bode zu Streitigkeiten gekommen. Das Schiedsgericht hat Aug. Nordmeier mit 1,50 Mark und Wilh. Bode mit 75 Pf. bestraft. Wer diesen Betrag innerhalb von 3 Monaten nicht bezahlt hat, scheidet automatisch aus dem Verein aus.

12. Mai 1901: Es wurde beschlossen, zwei Trommeln und vier Flöten anzuschaffen.

10. November 1901: Am 24.11. soll ein Vereinskränzchen stattfinden mit gemeinsamem Essen. Die Vereinsmitglieder dürfen sich hieran nicht ausschließen.

11. Mai 1902: Es wurde beschlossen, dass der Verein sich fotografieren lassen will. Jedes Mitglied – außer es sind zwei in einer Familie – muss ein Bild nehmen.

16. November 1902: Es wurde beschlossen, ein Barren und ein Reck anzuschaffen. Das Geld für einen Barren soll vom Vereinsvermögen abgehoben werden, und zwar 25 Mark. Es bleiben somit noch 75 Mark Guthaben auf der Sparkasse. (Gesamtkosten für den Barren 104 Mark, 20 Pfennig).

Jahresabschluss für 1902 am 9. März. Die Einnahme vom 14. April 1901 bis Monat März 1902 hat betragen an Monatsbeiträgen, Eintrittsgeld, Aufnahme am Vergnügen 138 Mark, 55 Pfennig.

Die Ausgabe in diesem Jahre betrug für Kosten der Bälle und Getränke sowie Anschaffung von Flöten und Trommeln 88 Mark, 55 Pfennig, bleibt ein Überschuss oder Reingewinn von 50 Mark.

Diese Rechnung oder Bilanz ist nach Aufstellung des Kassenführers W. Kahle hierselbst aufgestellt und von den Revisoren A. Nolte und W. Kaller für richtig befunden.

17. April 1904: Es wurde beschlossen, dass der Verein zum Beitritt in den Arbeiter-Turnerbund angemeldet wird.

1. Juni 1904: Jedes Mitglied, welches am 10. Juli nach anderweitigen Vergnügen geht, und nicht am Bezirksturnfeste Hilwartshausen teilnimmt, wird mit 1 Mark  bestraft.

13. November 1904: Wer dem Turnwart oder dessen Stellvertreter den Gehorsam verweigert, wird mit 10 Pfennig bestraft.

17. Dezember 1904: Es wurde die Anschaffung einer Fahne beschlossen. Am 28. Januar 1905 wurde der Versammlung mitgeteilt, dass das Landratsamt den Wunsch geäußert hat, die Fahne mit folgendem Spruch zu versehen: ,,Gut  Heil sei unser Panier, treue Freundschaft unsere schönste Zier”.

10. Dezember 1905: Es wurde beschlossen, aus dem Arbeiter-Turnerbund auszutreten.

19. Mai 1906: Es wurde beschlossen, dass die Vereinsfahne und die Turngeräte versichert werden sollen.

13. April 1908: Es wurde beschlossen, den Hinterbliebenen des Turngenossen Reinecke aus der Vereinskasse 20 Mark zu bewilligen. Weiter soll ein Kranz für 6 Mark gekauft werden.

Von den Vereinsmitgliedern werden zwei Monate doppelte Beiträge erhoben.

25. März 1933: Aus der Mitte der Versammlung wurde der Antrag gestellt, mit Rücksicht auf die augenblickliche politische und wirtschaftliche Lage aus dem MSV auszutreten. Es wird erwogen, dem Westdeutschen Spielverband WSV beizutreten.

Mit Rücksicht auf die allgemeine Lage soll der Sportplatz nicht wieder gepachtet werden.

29. April 1933: Monatsversammlung. Der gesamte Vorstand legt sein Amt nieder. Der Vorsitzende ermahnt alle Mitglieder, in Zukunft mit allen Kräften den Verein zu fördern, insbesondere neue Mitglieder zu werben, damit der Verein auch weiterhin blühe und gedeihe. Vor allem soll Zusammengehörigkeits- und Kameradschaftsgeist herrschen und äußerste Disziplin bewahrt werden. Nur dann könne unser Verein auch was erreichen.

Mitglied Georg Nüsse beantragt, bei Vereinsversammlungen und Fußballspielen keine politischen Abzeichen zu tragen.

Es soll eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

7. Oktober 1933: Zum Vereinsführer wurde der bisherige Vorsitzende Karl Schinkel gewählt.

31. Juli 1933: Es wird beschlossen, vorläufig nicht Fußball zu spielen, da fast alle Mitglieder in der SA sind und dadurch sportlich sehr in Anspruch genommen werden.

12. Mai 1934: Der Verein ist aufgelöst. Der Kassenbestand, zwei Fußbälle etc. werden dem SA-Trupp Dassensen geschenkt.

Am Vorturnerkurs nimmt Erwin Schoppe teil. Der Lohnausfall wird vom Verein bezahlt. (10 Mark). Hier ist zum ersten Male von einer Damenriege die Rede.

4. Mai 1947: Wegen der Sportplatzfrage soll bei Frau Hatop und Ernst Niehoff gefragt werden, ob uns ein Stück Land verpachtet wird. Wenn nicht, soll versucht werden, im Walde auf dem Schulplatz einen Sportplatz anzulegen.

1. Juni 1947: Der Sportplatz wird voraussichtlich im Walde angelegt. Sollte sich die Forstgenossenschaft weigern, uns den Platz zu verkaufen, so soll ein Sportplatz in der Nähe des Dorfes enteignet werden.

29. Juni 1947: Die Weide von Ernst Niehoff ist auf sechs Jahre gepachtet. Am 6. Juli haben sich alle Mitglieder dort einzufinden, um den Platz herzurichten.

3. August 1947: Hier ist das erste Mal von Handball die Rede. Es soll noch eine 3. Mannschaft  aufgestellt werden.

3. Januar 1948: Die Mitglieder wurden ermahnt, sich mehr an den sportlichen Veranstaltungen zu beteiligen.

17. Juli 1948: Die Statuten sollen geändert werden. Es gibt zwei Paar vereinseigene Fußballschuhe.

14. Mai 1948: Wenn ein Spiel nicht stattfinden kann, werden die Spieler, die das verschuldet haben, für die Strafe haftbar gemacht.

4. Juni 1948: Alle Vereinsmitglieder über 60 Jahre werden als Ehrenmitglieder geführt.

4. Dezember 1949: Zum ersten Male ist von einem Zuschuss von DM 150,- vom Kreis die Rede.

15. Januar 1955: Unter Punkt Verschiedenes ergriff Kassierer August Nagel das Wort und beantragte, dass jeder Junggeselle und jung Verheiratete eine Übung am Barren machen soll, ganz gleich wie. Wer nicht mitmacht muss 2,- DM in die Kasse zahlen. Horst Düe, Heinz Heere, Herbert Specht, Günther Nüsse und Heini Böcker hielten es nicht für nötig mitzumachen und mussten daher die fällige Strafe zahlen. Nach einigen gemütlichen Stunden wurde die Versammlung um 3 Uhr geschlossen.